2010 Aurora
2009 Sporting Morgenstern
2008 Aurora
2007 RotoR
2006 Swiss Connection UK
2005 Aurora
2004 RotoR
2003 Aurora
2002 Dynamo Röntgen
2001 Aurora Gamblers
2000 Nankör
1999 Wacker Selnau
1998 Wacker Selnau
1997 Dynamo Röntgen
1996 Dynamo Röntgen
1995 Nankör
1994 Viktoria Vollmond
1993 Dynamo Röntgen
1992 AC Dropkick
1991 Venceremos
1990 VMB Hikuli
1989 VMB Hikuli
2010 Zenit
2009 BSC Tram 5
2008 BSC Tram 5
2007 BSC Tram 5
2006 Cuore e sangu
2005 Cuore e sangu
2004 ZSK Aussersihl
2003 SV Vollmond
2002 ZSK Aussersihl
2001 ZSK Aussersihl
2000 Zürich United
2010 Les diablesses royales
2009 Les diablesses royales
2008 Depordivas
2007 Devils
2006 Depordivas
2005 elle real
2004 Rapunzel
2003 elle real
2002 elle real
2001 Real National
2000 Maradonna
1999 Rapid Industrie

1977 hatten einige revolutionäre Linke in Zürich die kuriose Idee, einen eigenen Fussballverband zu gründen. Wenn sich ihre Ideale schon nicht im Politischen verwirklichen liessen, so vielleicht auf dem Fussballplatz. Ein Blick von Christoph Kohler auf die Geschichte der ältesten alternativen Fussballliga im deutschsprachigen Raum.

Zur „Austragung eines Freundschaftsspieles“ (Bewilligung Nr. 690 des Sportamts der Stadt Zürich) trafen sich am 8. Juni 1975 der FC Oeconomiestudenten und der FC Arbeitsgruppe Umwelt auf dem Sportplatz Juchhof in Zürich. In Tat und Wahrheit kickte an diesem Tag jedoch nicht die akademische Jugend, sondern einige linksradikale Idealisten. Für den FC Bakunin stürmten Anarchisten wie Giorgio Bellini – ein führendes Mitglied des Tessiner MGP (Movimento giovanile progressista). 1981 sass er nach dem Bombenattentat auf Radio Freies Europa in München für mehrere Monate in Untersuchungshaft.
Mit von der Partie war auch Antonio Ferrari – der Wirt im linken Szenetreffpunkt Cooperativo. Auf der anderen Seite formierte sich der FC Soldatenkomitee, der sich aus Armeegegnern rekrutierte und angeführt wurde vom heutigen Diskounternehmer und damaligen Agitator der RAZ (Revolutionäre Aufbauorganisation Zürich), Koni Frei. Die Anarchisten unterlagen (wohl wegen mangelnder Organisation) 3 zu 5.
Aus diesem spontan organisierten Spiel erwuchs im folgenden Jahr die Idee, eine Fussballmeisterschaft unter der ausserparlamentarischen Linken zu veranstalten. Einerseits spielten einige Linke gerne Fussball, obschon das damals verpönt war. Andererseits hegte vor allem Bellini die Hoffnung, die zersplitterte Linke in Zürich wenn schon nicht an einen Tisch, so doch wenigstens auf dem Fussballplatz zusammen zu bringen. Anmelden konnten sich Interessierte bis Ende März beim Buchladen Eco Libro. Buchhändler dort war Giorgio Bellini.